Allyouneed schließt die Pforten

Allyouneed schließt die Pforten Ende diesen Jahres. Bei der Verkaufsplattform handelt es sich – vielleicht für viele bekannter – um das ehemalige Verkaufsportal meinpaket.de. 2010 wurde das Portal von DHL in Betrieb genommen. Wenn wir uns recht erinnern wurde meinpaket 2015 in allyouneed gewandelt. Spätestens hier haben wir den Abstieg ganz deutlich wahrgenommen. Insgesamt genoß die Plattform bei Händlern nicht den besten Ruf. Aber anfanhs war meinpaket.de noch für 1000.-€ Umsatz im Monat gut. Da wir automatisiert den Shop gefüttert haben und die Aufträge auch automatisiert in unsere WAWI übernommen wurden, war dieses ein nettes Zubrot. Ab der Umstellung brachen die Umsätze auf ca. 250.-€ ein. Da wir keine Arbeit mit der Plattform und diese sich „selbst ernährte“ sind wir bis heute noch aktiv. Wir können allerdings auch nicht sagen, dass wir allyouneed.com vermissen werden.

Allyouneed schließt

Auf technischer Ebene war allyouneed mit Sicherheit Jahre hinter aktuellen Anforderungen hinterher. Bei einem ehemaligen Beamtenbetrieb kann man sich vorstellen, dass das Projekt wahrscheinlich Jahre vor Livegang 2010 gestartet , aber wenig auf die aktuellen Anforderungen reagiert wurde. Marketingseitig haben wir die Umbennenung auf allyouneed.com für eine Katastrophe gehalten, da parallel gar nicht an einer Internationalisierung gearbeitet wurde. Theoretisch war Österreich in der Planung. Ein Mitarbeiter sagte mir damals, dass wir unsere csv aber nicht anpassen müssten, da das nichts bringen würde. Es wäre ein leichtes gewesen die zumindest damals nicht ganz unbekannte Marke meinpaket massiv in den Post/DHL-Filialen und Wagen zu bewerben. Post und DHL haben bei z.B. älteren Leuten mit Sicherheit noch ein seriöses Image. Letztlich egal und Schwamm drüber. Nur Schade, dass ein weiteres Portal wegbricht und somit der Weg zur weiteren Monopolisierung von Amazon breiter gemacht wird.

Die Abmodeartion von Allyouneed

Die Abmodeartion von allyouneed ist für uns Händler allerdings schon ein schlechter Witz. Statt Versagen, ist hier die Rede von – so könnte man es verstehen – einer tollen Testphase von DHL um den Onlinemarkt und dessen Anforderungen an Logistiker besser kennenzulernen. Für Händler, die monatlich die Grundgebühr entrichtet haben, ist das etwas bitter. Seit wann hat man für Tests anderer zu zahlen? Diese polemik sollte erlaubt sein.

Anbei aus dem Schreiben von DHL:

„Wir haben 2010 – damals noch unter dem Namen „MeinPaket.de“ – einen Online-Marktplatz an den Markt gebracht. Damit war es uns möglich, über mehrere Jahre in einem schnell wachsenden E-Commerce-Umfeld alle Facetten des Online-Handels auch aus Kundensicht kennenzulernen. Unser primäres Ziel war es aber von Anfang an, intern E-Commerce-Expertise branchenspezifisch aufzubauen und dieses Know-how unserem logistischen Kerngeschäft zugutekommen zu lassen, denn unsere Kernkompetenz ist und bleibt die Logistik.

Mit dem Marktplatz-Modell haben wir wertvolle E-Commerce-Expertise aufgebaut und ein tiefes branchenspezifisches Verständnis für den Online-Handel gewonnen. Allerdings wollen wir jetzt unsere Kräfte bündeln und uns auf unser Kerngeschäft fokussieren – und dazu gehört für uns nicht der Betrieb eines Online-Marktplatzes. Wir haben alle Erfahrungen gesammelt, die wir benötigen, wenn wir zukünftig für solche Kooperationen zwischen Einzelhandel und E-Commerce logistische Lösungen anbieten sollen.“

 

Na, dann sagen wir mal Tschüss Allyouneed. Besuchen Sie uns doch in unserem eigenen Shop www.baseline-toner.de

 

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